Ein Jahr BFSG – Warum ich mich schon lange vor dem Gesetz mit Barrierefreiheit beschäftigt habe

Anfang 2025 hat mich mein Teamleiter bei Krusemedien auf das BFSG angesetzt. Zusammen haben wir das Thema rechtlich vollständig durchgearbeitet und ich habe meinen Kunden damit Bußgelder von bis zu 100.000 € erspart.

2026-05-20

Wie alles anfing – und warum mich das Thema nicht mehr loslässt


Anfang 2025 saß ich bei der Krusemedien GmbH und mein Teamleiter kam auf mich zu: „Hey Alex, hast du schon was vom BFSG gehört? Informier dich mal und sag mir, ob du dir dafür den Hut aufsetzen willst."


Also habe ich angefangen zu graben. Richtig tief. Mein Teamleiter und ich haben zusammen die komplette rechtliche Grundlage ausgearbeitet: Was bedeutet das Gesetz konkret? Wen betrifft es? Was sind die Konsequenzen? Und vor allem: Wie prüfen wir unsere Projekte darauf?


Und je mehr wir lasen, desto klarer wurde uns: Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist kein „wird schon nicht so schlimm"-Thema. Es ist handfest. Ab dem 28. Juni 2025 sollte es tausende Unternehmen in Deutschland treffen ganz konkret: Onlineshops, Buchungsplattformen, Portale von Banken und Versicherungen.


Was das Gesetz wirklich bedeutet


Das BFSG setzt den European Accessibility Act (EAA) um. Die technische Grundlage ist die WCAG 2.1 (Level AA) – rund 50 Prüfkriterien, die eine Website erfüllen muss.


Und die Sanktionen? Die können richtig wehtun. Verstöße werden von der Marktüberwachungsbehörde sanktioniert mit Bußgeldern von bis zu 100.000 €. Dazu kommen Abmahnungen durch Mitbewerber und im schlimmsten Fall sogar Vertriebsverbote für digitale Produkte.

Ja, richtig gehört: Dein Onlineshop kann dichtgemacht werden, wenn er nicht barrierefrei ist.


Was ich daraus gemacht habe


Nachdem wir das Thema bei Krusemedien rechtlich durchgekaut hatten, habe ich meine bestehenden und neuen Kunden direkt angesprochen. VisualTabii.art war einer der ersten – ein Photography & Design Portfolio, bei dem ich die komplette Next.js-Architektur aufgebaut habe. Alt-Texte für jedes Bild, semantische HTML-Struktur, Tastatur-Navigation, saubere ARIA-Landmarks.


Und genau das ist der Punkt: Die meisten Websites scheitern nicht an Großen Problemen, sondern daran, dass nie jemand systematisch hingeschaut hat. Ein fehlendes lang-Attribut. Bilder ohne Alt-Texte. Formulare ohne Label. Alles Dinge, die man mit ein paar Handgriffen fixen kann aber man muss sie erstmal kennen.


Meine Kunden konnten durch die rechtzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema Bußgeldern von bis zu 100.000 € entgehen. Kein Scherz.


Symbol für universellen Zugang / Barrierefreiheit

Symbol: Pixabay (Pixabay-Lizenz – kostenlos für kommerzielle Nutzung)


Der BFSG-Sitemap-Check – mein kostenloses Tool


Wenn ich eines gelernt habe, dann: Ein vollständiges WCAG-Audit ist aufwändig. Aber einen ersten Check kann man in 30 Sekunden machen. Genau dafür habe ich mein Tool gebaut:


👉 Zum kostenlosen BFSG-Sitemap-Check →


Das Tool crawlt deine gesamte Website, prüft 31 WCAG-2.1-AA-Kriterien pro Seite und erstellt ein Dashboard mit:

  • Score-Verteilung über alle gefundenen Seiten
  • Häufigste Probleme
  • Detail-Ergebnisse pro Seite
  • PDF-Export für deine Unterlagen

Du gibst deine Domain und eine E-Mail-Adresse ein, und los geht's.


Was ich dir rate


Wenn du einen Onlineshop, eine Buchungsplattform oder ein Kundenportal betreibst: Warte nicht. Mein BFSG-Sitemap-Check geht schnell, ein vollständiges WCAG-Audit kostet Zeit - aber ein Bußgeld von bis zu 100.000 € oder eine Abmahnung kostet mehr.


Mein Tool ist der erste Schritt. Völlig kostenlos. Und wenn du tiefer gehen willst, mach ich auch vollständige Audits mit Maßnahmenplan.


---


Du hast Fragen zu BFSG oder willst ein vollständiges Audit? Schreib mir direkt →

Du suchst einen Engineer oder planst ein Website-Projekt?

Schreib mir — ich melde mich, wenn es fachlich und zeitlich passt.